Die verlinken ja zu unserem Konkurrenten!
30. März 2007
Bei einer Besprechung mit Leuten von einem Social Network, mit dem ich zusammen arbeite, bei der wir über Funktionen des Social Networks gesprochen haben, hat ein Mitarbeiter gesagt: “Wir haben eine Statistik gemacht, und ein Großteil aller Homepage-Links auf den Profilseiten unserer Mitglieder verlinkt auf unseren Hauptkonkurrenten! Wir sollten diese Funktion wirklich heraus tun, das schadet uns ja!”.
Nichts da. Die Freiheit zu entscheiden ist enorm wichtig. Wenn ich die Sicherheit habe, auf meine Profilseite bei einer anderen Community verlinken zu können, bin ich zufriedener - selbst, wenn ich es im Endeffekt sowieso nicht tue. Auch bei den 3h-Galerien verlinken viele Leute auf Nickpages bei EventShooters, Szene1 oder anderen. Hat uns das geschadet? Nicht die Bohne!
Schlussendlich zählt es, ob bei einem Social Network genügend meiner Freunde aktiv sind, ob die Seite einigermaßen übersichtlich und schnell ist, und ob sie coole Features hat. Deshalb: Lasst den Mitgliedern die Freiheit, zu entscheiden - sie werden es euch danken!
Anti-SPAM, am Ziel vorbei
25. März 2007
Zwei mal hab ich in den letzten Tagen mit eigenartiger Anti-SPAM-Technologie kämpfen müssen und dabei gesehen, wie genial Google eigentlich ist.
- Challenge-Response-Authentifizierung
Dabei wird eine E-Mail-Whitelist aufgebau, in dem jede Absender beim ersten E-Mail einen Link anklicken muss, um die E-Mail-Adresse zu authentifizieren.
Das sorgt vielleicht dafür, dass weniger E-Mails kommen, hilft aber überhaupt nicht gegen Würmer (die ja meistens automatisch an alle Adressen im Adressbuch eines infizierten Computers geschickt werden, wovon die meisten schon bestätigt sein werden), und sorgt dafür, dass eine große Anzahl an E-Mails gleich gar nicht ankommt! (So passiert bei uns, als ein E-Mail von einer möglichen Partnerfirma einfach nicht ankam.) Das Problem an diesen Bestätigungs-E-Mails, die von den Mail-Servern da ausgeschickt werden ist nämlich, dass diese E-Mails ihrerseits wieder oft als SPAM eingestuft werden, oder sich die Empfänger dieser E-Mails nicht auskennen und sie einfach löschen. (Geschweige, dass diese E-Mails nicht einmal in einer richtigen Kodierung übermittelt werden, daher also keine Umlaute angezeigt werden.) Die schlechteste Erfindung, seit es Anti-SPAM-Technologien gibt! - GMX Anti-SPAM
Ich weiß nicht, worauf GMX seine Anti-SPAM-Technologien basiert - angeblich auf Bayesianische Filter (also trainierbaren Filtern), Whitelists und anderen Dingen. Irgendwie ist das aber anscheinend alles ziemlich mies umgesetzt - viele legitime E-Mails werden nämlich geblockt. Gmail macht das besser, da hab ich nie Probleme mit false negatives und fast nie mit false positives.
Schlussendlich zeigt mir das einmal mehr, wie gut Google seine Gmail-Filter trainiert, und wie wichtig diese Investitionen sind. Ich habe nämlich absolut keine Lust, mich durch 1.500 SPAM-Mails pro Monat zu wühlen (mein aktueller Stand - ich war aber schon bei über 4.000 SPAMs pro Monat).
Wenn die EDV-Abteilung scheitert
22. März 2007
Auf meinem Computer ist noch immer Firefox 1.0 installiert. Nicht zu Hause - nein, in der Arbeit! Ist es denn so schwer, Updates zu installieren? Ich kann bzw. darf das selbst nicht, und die Update-Suchfunktion findet nichts.
Was bringt eine EDV-Abteilung eigentlich dazu, eine so wichtige Software wie einen Web-Browser nicht immer unverzüglich auf den absolut neuesten Stand zu bringen? Abgesehen vom Betriebssystem selbst ist der Browser sicher die größte offene Flanke eines Computers.
Aber nicht nur hier scheint unsere EDV-Abteilung nicht ganz effizient zu arbeiten. So ist auf jedem Computer die Office 2003 Enterprise Edition installiert. Inklusive Access, Publisher, InfoPath und den Business Contact Manager.
Gut, in unserem Büro wird Access auch tatsächlich benützt. Aber sonst? Nirgends!
Der Preisunterschied? Ungefähr 250 Euro für die Standard Edition (die wie gesagt in 95% der Büros ausreichend wäre) versus ungefähr 500 Euro.
Sagen wir, wir haben 500 PCs, die nicht die Enterprise Edition brauchen. Das macht 125.000 Euro an Lizenzkosten. Selbst, wenn es dank guter Verträge nur 50.000 Euro Ersparnisse wären. Das ist viel Geld, verdammt noch mal!
Aber wie gesagt: Wenn die EDV-Abteilung scheitert…
(Übrigens: Wir würden locker mit Google Apps Hosted auskommen, auf 95% der PCs…)
Google Reader-Statistiken
21. März 2007
Google Reader ist nicht nur der meiner Meinung nach beste Feed-Reader, weil er übersichtlich, intuitiv, schnell und ganz einfach “richtig” ist. Er bietet auch interessante Statistiken.
So weiß ich zum Beispiel, dass ich mittlerweile ca. 1700 Artikel aus 100 Abonnements pro Monat lese (vor einigen Tagen waren’s noch 1500 Stück), sondern auch wann.
Ich lese die meisten Artikel in der Früh zwischen 7 und 8 Uhr, gleich nachdem ich in die Arbeit komme. Dann nochmal einen Haufen in oder nach der Mittagspause, und einen ganzen Schub am Abend, zwischen 22 und 23 Uhr.
Das entsprach ungefähr meinen Vermutungen, aber das aufgrund der News-Feed-Aktivitäten zu sehen, finde ich höchst interessant.
Adress-Geokodierung mit Google Maps Österreich
20. März 2007
Zufällig bin ich gerade drauf gekommen, beim Test von Highrise, einem kongenialen Kontakt-Manager von 37signals, einer jener Firmen, die für mich ein Inbegriff von Innovation sind, angefangen von der Finanzierung bis zu den Produkten selbst. (Aber darüber werd ich noch seperat schreiben.)
Jedenfalls hat Google, ohne irgendwo etwas darüber zu schreiben, Adress-Geocoding in Österreich freigeschaltet.
Wenn ich jetzt auf Google Maps nach Obere Hafnerzeile 16, 4240 Freistadt, Austria suche, komme ich zu meiner genauen Adresse auf der Landkarte. Bisher ging es nur, nach Ortschaften zu suchen, und selbst das wollte nur bei mittleren und größeren Städten funktionieren.
*freu*
Das ist ein großer Fortschritt, aber die Tatsache, dass das nirgends verkündet wurde zeigt doch, dass der österreichische Markt für Google trotzdem nicht all zu wichtig ist. (Schön für uns.)
Einladung für Joost gefällig?
18. März 2007
Joost hat eine Frist gesetzt, innerhalb derer alle Einladungen versendet werden sollen oder auslaufen, und zwar bis zum 22. März.
CaYaRo hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich noch jemanden weiß, der nach einer sucht.
Also: E-Mail an mich (sebastian.moser@gmail.com) oder Kommentar zu diesem Eintrag mit deiner E-Mail-Adresse und deinem Vor- und Nachnamen!
Trillian Astra: Web-Desktop-Applikation
12. März 2007
Meebo und eBuddy sind zur Zeit die meistverwendeten Web-Instant-Messenger. Sie basieren auf JavaScript und sind alles in allem recht ansehnliche Anwendungen, praktisch wenn man unterwegs war, aber doch nur eine Notlösung.
Trillian ist dagegen nur für seine recht innovative, aber trotzdem schon älteren Desktop-Variante eines Multi-Protokoll-Instant-Messengers bekannt. Mit der neuen Version sollte sich das ändern - Trillian Astra wird mit einer Web-Version - Trillian Astra Web - ausgeliefert.
Bisher war darüber nicht recht viel bekannt, es wurde allgemein angenommen, dass sich die Anwendung an Angeboten der Konkurrenten orientieren würde, vielleicht mit einem schöneren Design. (Hand auf’s Herz: Meebo ist einfach hässlich!) Doch jetzt ließ Cerulean Studios, die Entwicklerfirma hinter Trillian, wahrlich eine Bombe platzen, ohne dass es wirklich wahrgenommen wurde.
Trillian Astra Web wird zwar eine Flash-basierte Web-Anwendung sein, sie wird aber auch dann noch funktionieren, wenn man den Browser schon geschlossen hat. Die Anwendung wird sich in die Taskleiste einfügen und fast wie die Download-Variante funktionieren. Das selbsterklärte Ziel ist es, 99% der Standard-Funktionen der Offline-Variante auch online anbieten zu können, on-the-go, ohne Download also.
Ein kurzes Video mit dem Lead Developer gibt’s im Blog zu sehen.
Übrigens: Ich hab mittlerweile 20 deutschsprachige Blogs, die meisten davon österreichisch, ich komm also meinem kurzfristigen Ziel näher, 25% meiner Blogs in Deutsch zu lesen.
Und: Ich lese mittlerweile 1500 Blog-Einträge pro Monat - ein Wachstum um 50% im Vergleich zum Jänner. Danke, Google Reader! Ohne dich wüsste ich das nicht, und wär es mir wahrscheinlich auch zu anstrengend, so viele Blogs zu lesen.
AIM Mail, Yahoo! Mail, Windows Live (Hot)Mail
9. März 2007
AOL ist vor wenigen Tagen auf den Zug aufgesprungen und hat ebenfalls eine öffentliche AJAX-Beta-Version seiner bisher statischen Webmail-Applikation veröffentlicht.
Die Reaktionen darauf waren Negativ: AOL kommt zu spät, und das Angebot ist zu eingeschränkt. Es ist nicht so innovativ wie Gmail, aber auch nicht so umfangreich wie Yahoo! Mail Beta.
Meine Meinung? Klar, so innovativ wie Gmail ist “Cayman” nicht, aber den Vergleich mit Yahoo! Mail Beta braucht der Service nicht zu scheuen. Klar, Yahoo! hat Tabs, ein farbigeres Interface und hundert weitere Funktionen, AIM Mail ist dafür schneller, einfacher und schöner. Ganz einfach.
Die Tabs in Yahoo! Mail Beta sind zwar cool, aber langsam. Die Drag’n'Drop-Funktionalität ist zwar cool, aber langsam. Die Ladezeit ist sowieso grauenhaft. Auf YMB bekomme ich einen totalen Informations-Overload präsentiert. Tausend Sachen, die ich alle überhaupt nicht haben will, ein klarer Verstoß gegen User Interface-Design auf Basis des Pareto-Prinzips (80/20er-Regel).
AIM Mail dagegen erscheint einfach und aufgeräumt. Die Seite braucht zwar seine Zeit zum Laden, das scheint aber ein Server-Problem zu sein, kein grundsätzliches JavaScript-Problem. Beim Lesen einer Nachricht erhalte ich nur die Informationen, die ich brauche. Und als nettes Features: Bei AOL-Mitgliedern sehe ich gleich deren Avatar in der Kopfleiste.
AIM Mail kann zwar nicht mit Gmail konkurrieren - das Grundprinzip von Gmail - also die völlige Neukonzeption der E-Mail-Software - ist einfach ganz anders (und meiner Ansicht nach auch viel besser), mit Yahoo! Mail Beta aber allemal.
Und da ich im Titel auch Windows Live Mail/Hotmail erwähnt habe: WL Mail hat vielversprechend gestartet. Aber dass ich noch IMMER eine Warnung erhalte, wenn ich Windows Live Hotmail mit Firefox 2.0 aufrufen will, weil angeblich mein Browser veraltet sei, und noch IMMER das Interface hässlich ist, und die Seite noch IMMER langsam ist, dann zeigt sich für mich eigentlich nur eines: Microsoft kann die Entwicklung nur eingestellt oder auf ein Minimum herabgestuft haben…
Neu in meiner RSS-Feed-Liste: AOL/AIM Web Suite Product Insider Blog
Meebo Me: Chattet mit mir
8. März 2007
In der Seitenleiste in diesem Blog befindet sich eine Box mit der Überschrift “Meebo Chat” mit einem sogenannten “MeeboMe-Widget”. Über dieses Tool können die LeserInnen des Weblogs mit mir in Kontakt treten, vorausgesetzt ich bin auf Meebo online (also primär in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 16:30 Uhr).
Ich freue mich immer über Gespräche und Kommentare, also nützt die Funktion!
Update: MeeboMe-Widget ist rausgenommen, weil ich einerseits Meebo nicht mehr verwende (Das neue Google Talk Gadget ist meilenweit besser, und was anderes als Google Talk verwend ich sowieos nicht.), andererseits, weil es nicht verwendet wurde. (Zweimal hat jemand versucht, mit mir über das MeeboMe-Widget Kontakt aufzunehmen, beidemale war ich nicht mal online.)
“Geheime” Google-Subgesellschaften
5. März 2007
Nicht alle Übernahmen, die Google tätigt, werden an die große Glocke gehängt, wie die von JotSpot, Upstartle (Writely) oder YouTube.
Bei manchen der Firmen findet sich nirgends ein Hinweis, dass sie zu Google gehören würden, wie zum Beispiel bruNET/Skydocks/allPay, ein deutsches Firmenkonstrukt, das irgendwas mit Handyspielen, SMS-Services und Online Payment-Solutions zu tun hat, und auch viele andere Firmen.
Hier jedenfalls eine Liste der Firmen, an denen Google beteiligt ist, aus einem SEC-Dokument.
Hat jemand eine Idee, wieso Google die Beteiligungen verheimlicht? Ich werd darüber nachdenken ![]()
