ComBOTS, die Fünfte
30. April 2007
Ich komm einfach nicht umhin, mich noch einmal zu melden, nachdem ich schon vier Einträge zur Firma bzw. zum Produkt “ComBOTS” geschrieben habe:
22.04.2007: ComBOTS-Review
23.04.2007: Ausstiegsmöglichkeiten
27.04.2007: ComBOTS: Nicht Malware, dafür schlechte Unternehmenskultur
30.04.2007: ComBOTS-Kontroverse
Ich wurde mittlerweile auch im ComBOTS-Forum sehr persönlich beleidigt, andere Personen haben auch einfach konstruktiv geantwortet. Es ist immer interessant zu sehen, wie aggressiv Menschen werden können, wenn man ein Produkt oder eine Firma kritisiert.
Mich würde natürlich interessieren, wer dieser “maure” jetzt ist.
Ein Aktionär, der sich hohe Gewinne erhofft und das hohe Risiko der Anwendung nicht sehen will?
Ein Mitarbeiter, der nicht rausfliegen will, falls das Produkt nicht erfolgreich wird?
Klarheit wäre natürlich schön, aber ich gehe nicht davon aus, dass “maure” sich einer ernsthaften Diskussion stellen will. Falls doch, stehe ich gerne zur Verfügung.
Lange Rede, kurzer Sinn
Ich wurde vom ComBOTS-Support kontaktiert, der meine Kritik gelesen hat. Sehr freundlich, keine Abmahnungs-Drohung, nichts.Man fragt nach Verbesserungsvorschlägen. Die gebe ich natürlich gerne. Auch hab ich noch eine kurze Erklärung erhalten: Man sieht ComBOTS, sobald man die ersten Freunde geadded hat, indem sie als Icons sichtbar sind.
Mein Vorschlag: Auch der eigene Avatar sollte sichtbar sein. Dann hätte man unmittelbar nach der Installation eine visuelle Rückmeldung. Auch sind die animierten Avatare etwas unglaublich cooles - der erste Eindruck ist positiv, ein Mitglied mit recht hoher Wahrscheinlichkeit gewonnen.
@Hadrian
Ein anonymer Kommentator mit Namen “Hadrian” hat recht konstruktiv kommentiert.
Zur ganzen Usability-Geschichte: Ich vermute, das Programm ist tatsächlich recht einfach zu benützen. Aber erst, wenn man die Anfangshürden übersprungen hat. Und die dürfen nicht unterschätzt werden. Eine grauenhafte Usability kann man sich nur dann leisten, wenn man Marktführer ist. Wer aber durch ein innovatives Projekt brillieren will, muss in jeder Hinsicht gut sein, auch vom Usability-Standpunkt her.
Ich bezweifle auch gar nicht, dass der Ansatzpunkt gut ist, mit Avataren zu chatten, anstatt mit Namen einer Kontaktliste. Und das Konzept, Add-Ons zu verkaufen, ist auch eine gute Idee, ich befürchte nur, dass sie nicht funktionieren wird, denn:
Die Zielgruppe, die sich primär von animierten Figuren anziehen lassen wird, sind vermutlich Jugendliche. Die, die aber bereit sind, das Geld dafür auszugeben, sind eher Erwachsene.
Ein Problem dürfte auch sein, dass die Add-Ons eine proprietäre Technologie von ComBOTS sind. Ich hoffe, das ändert sich, so dass alle Mitglieder Add-Ons erstellen können, und diese auch verschenken können.
Und: Die Bezahlung muss einfacher werden. Kreditkarte und Lastschrift ist akzeptabel. Aber Bezahlung mit irgend einer Handybezahlungstechnologie (es gibt hier vielversprechende Start-Ups) und 0900-Nummern (ohne Abo, einfach als Einmalzahlmöglichkeit).
Danke für deine Kommentare, auf jeden Fall.
ComBOTS-Kontroverse
30. April 2007
Ich hab’s geschafft: Meine ganz persönliche Blog-Kontroverse.
Ich hab eine negative Review über ComBOTS, mich dann beschwert, dass die Deinstallations-Funktion nicht dort ist, wo sie zu finden sein soll und dann kritisiert, dass ComBOTS Blogger abmahnt.
Das schöne: Nach diesem Wochenende haben sich 4 Kommentare zum Thema dazu gesellt. Ein Kommentator will gar meinen Blog meiden.
Ich verstehe jetzt, wieso Robert Scoble so viel Spaß dabei hat, die Blogosphäre zu ärgern und zu reizen. Es ist einfach lustig.
Im ComBOTS-Forum hat sich jemand die Arbeit gemacht, meine Twitter-Seite und Projekte anzusehen, um meine Missetaten zu dokumentieren. Ich mach mir die Arbeit, darauf zu antworten:
- Ich bin durchaus kritikfähig. Hätte ich sonst extra einen Blog-Post geschrieben, dass ich meine Aussage revidiere und ComBOTS nicht als Malware ansehe? (Grundsätzlich ist Software, die man nicht über logische Wege deinstallieren kann sehr wohl Malware, oder zumindest einfach Müll sein. Und ComBOTS ist nicht über den Standard-Weg zu deinstallieren.)
- Eine Firma, die einen Blogger abmahnt (auch wenn ohne finanziellen Streitwert), weil er den Chef kritisiert, braucht wirklich nicht erwarten, dass sie von Bloggern noch gelobt wird. Firmen werden ja sogar kritisiert, wenn sie zu recht einen Blogger abmahnen.
- Ich habe nie behauptet, selbst technisch innovative Produkte zu entwickeln. Ich habe auch nie behauptet, Unternehmensberater zu sein. (Oder hab ich das?)
- Wie auch immer - man kann ein Produkt, das nur auf Einladung betreten werden kann, nicht als nicht innovativ abstempeln.
- Und ein Produkt, das noch nicht öffentlich ist, schon gar nicht.
Politik-Blogs
30. April 2007
Man braucht nur die Kampagne von Barack Obama zur Präsidentschaftswahl 2008 anschauen um zu sehen, wie wichtig das Internet in den USA mittlerweile für die Mobilisierung der Massen ist. Hier ein Ausschnitt aus der Online-Kampagne von Barack Obama:
- Obama’s Social Network
- Obama @ MySpace
- Obama @ Twitter
- Obama @ reddit
- Obama @ Flickr
- Obama @ YouTube
- Obama @ Facebook
Vieles sind hier sicher Experimente, die Twitter-Seite beispielsweise wird nicht aktiv genutzt, aber es wird viel experimentiert. Während es auch gratis ist, ein MySpace-Profil einzurichten, ist es beispielsweise nicht gratis, einen eigenen Subreddit zu haben. Es wird in diese Experimente also auch Geld investiert.
Wie schaut’s in Österreich aus?
Probieren wir die Homepages der Parteien gereiht nach dem letzten Wahlergebnis durch, und schauen wir, auf welche Blogs verlinkt wird, oder welche sonstige “Social Media”-Projekte.
Direkt auf der Startseite gibt’s einerseits einen RSS-Feed für die SPÖ-Nachrichten. Weiters wird zum “Europa-Blog” von Hannes Swoboda verlinkt, der aber keinen RSS-Feed hat, und dadurch für Nicht-Parteimitglieder oder Nicht-Hannes-Swoboda-Fans keine Relevanz hat.
Weiters ein Link zu einem Blogähnlichen Ding von Laura Rudas. Ebenfalls kein RSS-Feed. Ebenfalls irrelevant.
Die ÖVP-Homepage sieht eher wie ein Portal aus und beinhaltet viel mehr Inhalte, zumindest hat es den Anschein. Abgesehen davon? Nicht viel. Ein RSS-Feed für die Inhalte der Startseite existiert, er ist aber nur als Link am Boden sichtbar. Die zentrale Firefox- und Internet Explorer 7-RSS-Integration ist hiermit hinfällig. Aber immerhin.
Womit die ÖVP brilliert ist, dass man zum Bundesparteitag einige Österreichische Blogger eingeladen hat. Diese durften ohne Maulkorb berichten und wurden wie die anderen PressevertreterInnen behandelt. Gute Aktion.
Ein großer Link zum “Blog Portal” und eine Twitter-ähnliche Anwendung, genannt “Grüner SMS Kommentar” zieren die Startseite. Der “Grüne SMS Kommentar” ist älter als Twitter, übrigens.
Die News sind in die verschiedenen Programmpunkte aufgeteilt, die aber leider nicht seperat abonniert werden können. Aber immerhin.
Das Blog Portal aggregiert die Blogs von fünf Grün-PolitikerInnen (Ulrike Lunacek, Johannes Rauch, Peter Pilz, Christoph Chorherr, Marie Ringler) sowie den Pressefeed. Das Blog-Portal an sich ist ebenfalls Teil des allgemeinen Grünen Newsfeeds. Schade. Auch das würd ich gerne seperat abonnieren können.
Die mittlerweile nur noch vierstärkste Partei Österreichs (vor zwei Wahlgängen noch zweistärkste Partei) präsentiert sich betont bunt und ehrlich gesagt ein bisschen unübersichtlich.
Es gibt auf der Homepage keinen RSS-Feed für die an sich recht vielen News, die hier präsentiert werden. Erst die Homepage von Heinz-Christian Strache hat ganz unten rechts einen Link zum Strache-Blog. Bei seinem Blog ist erwähnenswert, dass der letzte Eintrag vom 1. Dezember ist, und davor der letzte Eintrag Ende September geschrieben wurde, außerdem enthält er keinen RSS-Feed, was ihn abermals irrelevant macht.
Die BZÖ-Homepage ist mittlerweile wieder ganz in Orange gehalten, nachdem sich das BZÖ rechtzeitig zur Wahl in Blau umgefärbt hat.
Es gibt, wie bei der FPÖ, keinen RSS-Feed, allerdings hat der Spitzenkandidat, Peter Westenthaler einen eigenen Blog, wie auch bei der FPÖ ohne RSS-Feed.
Fazit
Die Grünen sind zur Zeit wohl die Partei, die Blogs den meisten Raum gibt, und vor allem mit Christoph Chorherr einen wirklich exzellenten Blogger in den eigenen Reihen hat.
Die ÖVP versucht, diesen Rückstand aufzuholen, und die Linkslastigkeit des IT-Sektors ein bisschen auszugleichen, allerdings bisher offensichtlich als Einzel-Projekt, denn auf der Startseite wird noch nichts prominent beworben.
Die Rechts-Außen-Parteien halten offensichtlich nichts von Blogs und RSS-Feeds, oder erwarten sich nicht viel davon.
Die Frage ist jetzt: Welche politischen Blogger in Österreich gibt es sonst noch, und welche verwenden ihre Blogs für mehr als eine hippere Neuformulierung der Partei-Presseaussendungen?
ComBOTS: Nicht Malware, dafür schlechte Unternehmenskultur
27. April 2007
Willkommen, liebe ComBOTS-Forumsmitglieder!
Dort wurde zum Thema “Erfahrungen beim Einladen neuer Kontakte!” auch meine nicht wirklich positive Kritik zitiert.
Ich hab auch zwei Kommentare erhalten, und möchte nachträglich anmerken, dass ComBOTS, der Digital Personal Communication-Client, also doch eine Deinstallationsmöglichkeit anbietet. Zwar nicht, wie jedes andere vernünftige Programm, aber immerhin. Insofern ziehe ich die Aussage, ComBOTS sei Malware, zurück.
Ich bin zwar immernoch der Meinung, ein Programm sollte über die Systemsteuerung zu deinstallieren sein. Und ich finde es auch schade, dass MrBusty sich auf die Usability-Innovationen von ComBOTS ausredet. Jedes Programm soll so innovativ sein, wie es das für sinnvoll erachtet. Nur: Wenn es einfach nicht benutzerfreundlich ist, dann ist die Innovation entweder nicht durchdacht, oder einfach schlecht. Aber gut, nicht jeder Mensch kann mit Kritik umgehen, und einige Leute im Forum haben diese auch positiv angenommen.
Zum wichtigeren Teil dieses Eintrags: ComBOTS hat eine miese Unternehmenskultur, und wird große Probleme haben, erfolgreich zu werden. Wieso? Weil man bei ComBOTS Blogger abmahnt, die satirische Einträge über den Chef schreiben.
Dem Autor des BatzLog ist das passiert. Er hat sich der Abmahnung gefügt. Mit positiver Presse in Weblogs kann ComBOTS jetzt endgültig nicht mehr rechnen. Egal, wie gut das Produkt sein könnte: Wenn du etwas technisch innovatives schaffst, dann verscherz es dir nicht mit den Bloggern. Denn entweder sie verwenden dein Produkt, oder niemand tut es.
Umweltfreundliche Suchkonzerne
25. April 2007
Am 22. April war der Earth Day, und die Suchkonzerne Google, Yahoo!, Ask und Microsoft haben sich nichts geschenkt im Buhlen um die Aufmerksamkeit von Umweltschützern.
Yahoo! hat schon einen Tag vorher (vermutlich, um Google zuvor zu kommen) ein mit Flash animiertes Yahoo!-Logo auf die Startseite platziert. Ein Klick darauf leitet zu einer Selbstpreisungs-Website von Yahoo! weiter.

(Das Logo wird vom Yahoo!-Server geladen, es könnte also jederzeit verschwinden!)
Google ist am Earth Day nachgezogen, mit einem deutlich größeren und stärker veränderten Logo als sonst.

Ask hat gleich die ganze Startseite mit einer schönen, grünen Hintergrundgrafik dekoriert.

Und heute kommt Microsoft/Live Search: Ein neues Rechenzentrum in Quincy läuft rein auf Wasserkraft, die fünf weiteren geplanten Rechenzentren werden von Maschinen gebaut, die mit Bio-Diesel betrieben werden.
Außerdem verkündet man stolz, dass der Unternehmenskampus in Mountain View mit Solaranlagen bestückt ist.
Zu einem Logo-Wechsel hat man sich hier allerdings noch nicht bewegen können.
Diese Spezial-Logos zum World Earth Day sind übrigens nichts besonderes, speziell Ask hat sich auch früher schon mit massiven ‘nderungen der Startseite profiliert. Trotzdem merkt man: Das Engagement wird mehr, der Druck der Konkurrenz spielt hier sicher eine Rolle.
GMX Mail 2007
23. April 2007
Es war zu erwarten, mich wundert ja, dass GMX nicht früher raus rückte: GMX hat einen neuen, AJAX-basierten Webmail-Client vorgestellt - GMX Mail 2007.
Laut Betablog (Der übrigens keinen Feed hat, und ich ihm deshalb das Wort “Blog” aberkenne.) steht GMX Mail 2007 ab sofort allen Mitgliedern zur Verfügung. Der Test an sich läuft aber schon länger.
Erster Eindruck: Langsam.
Zweiter Eindruck: Viele Features, sogar Tabs (cool!), usw. 90% davon werd ich nie brauchen. Aber gut. Die Vorteile des Gmail-Interfaces sind noch nicht zu allen Leuten durchgedrungen.
Übrigens: GMX hat sogar einen Betablog eingerichtet. Ich kann ihn aber nicht abonnieren. Dämlich.
ComBOTS-Review
23. April 2007
Einige von euch werden Web.de kennen, ein großes deutsches Portal mit E-Mail-Service, etc. Dieses Portal wure 2005 von United Internet, der Firma hinter GMX (Webmail-Service, DSL-Anbieter), 1&1 (Webhoster und DSL-Anbieter), Schlund+Partner (Webhoster), übernommen.
Mit mehreren hundert Millionen Euro auf der hohen Kante begannen die Gründer von Web.de, an einem neuen Projekt zu arbeiten, genannt ComBOTS, einem Tool, mit dem man innerhalb weniger Jahre im Bereich “Personal Digital Communication” weltweiter Marktführer werden will.
Funktionieren soll das, in dem man seinen Chat-Buddy mittels kostenpflichtiger Add-Ons erweitern kann.
Das Tool hat den Beta-Test mittlerweile verlassen, und ich hab es gleich mal runter geladen. Eine Firma, die jahrelang Millionen in die Entwicklung dieses Tools gesteckt hat, wird jetzt sicher etwas zum herzeigen haben, oder?
Denkste.
Die Installation ist noch recht normal verlaufen, nach dem Programmstart wusste ich aber nicht mehr weiter. Wo war das Programm jetzt? In der Taskleiste sitzt jetzt ein kleines Icon. Wenn ich darauf doppelt klicke kommt … richtig … nichts.
Keine Kontaktliste, kein Fenster, das mir sagt, was ich tun sollte, keine Ansicht meines Buddy-Icons. (Das ich ja irgendwo erweitern können soll, oder?)
Man kann jetzt andere Leute einladen, wenn man den Punkt im Kontextmenü des Statusicons anklickt, sieht man auch das erste Mal seinen Buddy. Aber: Weiter will ich gar nicht gehen. Ich bin kein dummer Mensch, kenne mich mit technischen Sachen aus. Wenn ich aber überhaupt keinen Plan habe, was dieses Tool tun soll, und überhaupt nichts sehe, dann: Sorry, das wird nichts.
Mein Tipp? Dank der Patente, die das Unternehmen angeblich besitzt, könnte es ein Übernahmekandidat für einen Besitzer der bekannten Instant Messaging-Netzwerke, Google, Yahoo!, AOL/ICQ oder Microsoft, sein.
ComBOTS: Ausstiegsmöglichkeit?
22. April 2007
Update: Ich revidiere die Aussage, ComBOTS sei Malware. Dafür hat die Firma eine miese Unternehmenskultur. Hier die Details.
Nicht nur beim Eurofighter-Vertrag muss nach Ausstiegsgründen gesucht werden, ich musste auch bei ComBOTS, dem “Digital Personal Communication”-Programm, über das ich eine Review geschrieben habe, nach einer Ausstiegsmöglichkeit suchen.
Dieses eigenartig komplizierte Programm kann nicht über das Systemsteuerungs-Tool Software deinstalliert werden, was eigentlich eine Frechheit ist. Es ist auch nicht im Programme-Ordner zu finden. Es hat sich dann irgendwie in den Eigenen Dateien aufgehalten, da drin gab es auch ein Deinstallations-Programm.
Um Klartext zu reden: Jedes Programm, dass ich auf meinem Computer installiere, muss einfach deinstallierbar sein. Und unter “einfach” verstehe ich, dass das über die Systemsteuerung geht. Ist das nicht so, gibt es eigentlich gar keinen Grund mehr, das Programm überhaupt noch anzuschauen. Das ist dann nämlich sogenannte Malware. Egal, ob das Programm gut ist. (Und im Fall von ComBOTS war’s das nicht einmal.)
Google: Quartalszahlen
20. April 2007
Google ist wieder gewachsen - 63% im Vergleich zum 1. Quartal 2006, 14% im Vergleich zum 4. Quartal 2006 - fette 3,66 Milliarden Dollar, der Gewinn liegt bei ca. 1 Milliarde Dollar.
Yahoo! ist geschrumpft. Obwohl Yahoo! laut Alexa weiterhin die größte Seite weltweit ist, liegt der Umsatz bei gerade mal 1,67 Milliarden Dollar mit 142 Millionen Dollar Gewinn. Im Vergleich zum 1. Quartal 2006 ist das zwar ein kleines Wachstum, aber nicht ansatzweise das, was möglich wäre.
Wird jetzt endlich das größere Bild hinter der Übernahme von YouTube und DoubleClick zu nicht ganz niedrigen Preisen sichtbar? Es gibt genügend Möglichkeiten, Online-Werbung zu schalten. Aber nur Google wächst aggressiv genug.
Man kann bereits Radio-Werbung buchen, Fernseh-Werbung wird zur Zeit getestet, Video-Werbung (YouTube, Google Video) ist nur eine Frage der Zeit und wird auch bereits getestet.
Jetzt kommen noch die grafischen Banner dran - die DoubleClick-Übernahme wird sehr hilfreich sein, um Firmen wie MySpace/News Corp. an sich zu binden und - noch viel wichtiger - große Werbekunden, die weltweite Branding-Kampagnen abschließen möchten.
Blogr-Update, Politik bloggen?
19. April 2007
Mein Blog-Hoster Blogr (.at, .de, .ch, .com.mx, .es, .fi, .fr) hat endlich wieder ein Update bekommen, nachdem jetzt ein dreiviertel Jahr nichts passiert ist. Die Firma hinter Blogr ist Knallgrau, und ich kann mir gut vorstellen, dass sie dank guter Auftragslage lieber Zeit in Projekte investieren, die Geld abwerfen. Blogr hat aber in meinen Augen wirklich viel Potential, die Internationalisierungs-Strategie in “Alternativ-Länder” (wie Mexiko) ist eine gute.
Aber: Blogr ist noch längst nicht ausgereift.
Hier also meine Wunschliste (vielleicht hört ja jemand zu :)):
- API
- Blog-Startseiten-Layout anpassen (Die Grafiken, die ich auf Blogr lade, brauchen nicht auf der Startseite gleich viel Platz bekommen, wie meine Blog-Posts. Im besten Fall will ich sie gleich ausblenden können.)
- Mehrere Blogs pro Account
- Statische Seiten, ähnlich wie WordPress
In eigener Sache: Ich hab mich dazu entschlossen, auch mit politischen Beiträgen zu beginnen. Mal schauen, wie das ankommt ![]()
