Nach vier Monaten Entführung wurde der BBC-Korrespondent Alan Johnston freigelassen, als Held des Tages präsentiert sich die Hamas, allen voran Premier der mittlerweile abgesetzten und nur noch im Gaza-Streifen regierenden Regierung Ismail Haniyeh. Gratulation - das Kunststück ist gelungen! Nachdem die Hamas militärisch die Macht im Gaza-Streifen an sich gerissen hat, und die Fatah sehr gewalttätig vertrieben hat, ist sie für kurze Zeit selbst für sonst sehr Palästinenser-freundlichen Medien in Ungnade gefallen. Fatah-Sympatisanten von Hochhäusern werfen oder Granaten in Flüchtlingsgruppen werfen - das kommt einfach nicht gut. Die Sache mit den Kämpfen in und um Krankenhäusern war taktisch auch nicht klug. (Quelle: Human Rights Watch) Die plötzliche Befreiung von Alan Johnston, dessen Befreiung die Hamas schon länger versprochen hat, und jetzt, nachdem die Berichterstattung über die Verbrechen der Hamas langsam nachgelassen haben, medial perfekt inszeniert wurde, wird helfen, Europa wieder auf einen Anti-Israel, Pro-Hamas-Kurs zu bringen. So können die Politiker des rechten und linken Randes wieder fröhlich die Menschenrechtsverbrechen Israels anklagen und die arme, niedliche Hamas betrauern. Auch im Israel-Libanon-Krieg 2006 haben es die Terroristen der Hisbollah geschafft, Europa irgendwie dazu zu bringen, Israel für den Krieg verantwortlich zu machen. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn Israel bessere Spin-Doktoren hätte, um auch seinerseits die öffentliche Meinung so exzellent zu beeinflussen…