Ein burmesischer Mönch hofft, dass die USA das Regime stürzen und dem Land eine Chancen auf Frieden und Demokratie gibt. Dank der Verpflichtungen der USA im Irak und in Afghanistan wird es nicht so weit kommen. Die EU wäre auch noch da - ihre Battle Groups sind ja irgendwie für solche Zwecke gedacht. Die EU ist aber zu zahnlos, langsam und unflexibel.

Das bringt eine dritte Chance ins Spiel: Söldnerarmeen oder “Private Military Companies”. Die haben viel Schaden angerichtet, besonders sichtbar im Irak, wo sie eine unkontrollierbare Schatten-Armee bilden, deren Verbrechen an der Zivilbevölkerung noch weniger Chance auf Aufklärung haben, als die der regulären Armeen.

Doch es gibt ein Beispiel des erfolgreichen Einsatzes einer solchen Armee: Der Bürgerkrieg in Sierra Leone, bzw. dessen Beendigung. Binnen weniger Wochen konnten Söldner der Firma Sandline International die Rebellen vertreiben. Auch, wenn die heutige Demokratie noch nicht völlig stabil ist, so ist sie doch ein riesiger Fortschritt im Vergleich zum Bürgerkrieg.

Lange Rede, kurzer Sinn: Söldnerfirmen könnten in diesen Konflikt eingreifen, die Diktatoren vertreiben, die Generäle festnehmen, der demokratisch gewählten Aung San Suu Kyi die Regierungsmacht übergeben, und wieder abziehen. Die Übergangsregierung sollte in einem Jahr Neuwahlen organisieren.

Wichtig ist dieser Teil: Wieder abziehen. Sofort. So schnell wie möglich.

Realistisch ist, dass niemand in Burma einmarschieren wird, so lange der Diktator General Than Shwe nicht gegen die Demonstranten vorgeht. Das ist insofern wieder brutal, als erst Menschen sterben müssen, bevor etwas passiert.

Die Söldnerfirmen hätten die Chance, für positive Publicity zu sorgen und damit auch ein sehr, sehr großes Interesse daran, eine solche Aktion ohne Zwischenfälle ablaufen zu lassen.

Möglich wäre es, realistisch nicht. Und ich weiß nicht, ob ich darüber froh sein soll.

ComBOTS: Over and Out

25. September 2007

ComBOTS, die Firma, bei der das Vermögen höher ist als der Aktienwert, mit einem schlechten Geschäftsmodell, einem schlechten Produkt, einem schlechten Chef, aber witzigen Fans, sperrt zu. Oder so. Nicht ganz, nächstes Jahr will man schon wieder ein bis zwei Millionen Euro Gewinn bezeichnen. (Vermutlich erhoffen Sie sich, die Technologie verkaufen zu können. Ich hoffe, sie schaffen nicht mal das.)

ENDLICH!

Ich hoffe, dass noch viele dieser gutgemeinten Experimente zusperren, damit endlich der Unterschied zwischen Old und New Economy erkannt wird.

Meine bisherigen Postings gibt’s hier.

Wer’s noch nicht mitbekommen hat, der soll es jetzt mitkriegen: Die TechCrunch40-Konferenz, organisiert von Mike Arrington (TechCrunch) und Jason Calacanis (Mahalo), hat in den letzten Tagen stattgefunden und 40 Start-Ups eingeladen, kostenlos ihr Produkt zu präsentieren.

Der Sieger bekam 50.000 Dollar Preisgeld.

Mint.com hat gewonnen, und wie das Video zeigt, ist es ein wirklich beeindruckendes Projekt, mit einem einfachen und ob seiner Einfachheit eindrucksvollem Geschäftsmodell.

Robert Scoble hat ein Video-Interview mit dem Gründer gemacht, das mit knapp 13 Minuten mehr als sehenswert ist! Irgendetwas sagt mir, dass wir von diesem Start-Up noch hören werden…

Die EU hat gewonnen, Microsoft muss die hohe Strafe von 497 Millionen Euro bezahlen. Bei Quartalsgewinnen von fast 5 Milliarden Dollar wird das zwar verschmerzbar sein, dennoch ist es aber ein Zeichen, dass die EU KonsumentInnenschutz ernst nimmt - ernster, als die USA das tut. (Microsoft konnte das Verfahren ziemlich schnell klären, nach dem die Regierung unter George W. Bush die Macht übernahm.) Das Urteil reiht sich übrigens in eine ganze Reihe von Anti-Monopol- und Preisabsprachen-Urteils ein, die für die Mitgliedsstaaten einen recht angenehmen Effekt haben: Die Strafgelder reduzieren die eigenen Mitgliedsbeiträge!

Wesentlich für meinen Blog-Post ist allerdings ein Detail am Rande. Neelie Kroes, EU-Wettbewerbskommissarin, fordert von Microsoft, seinen Marktanteil zu reduzieren, und zwar auf viel weniger als 95%. Das ist dumm, falsch und heuchlerisch. Microsoft muss seinen eigenen Marktanteil nicht reduzieren. Wie sollten sie? Wollen sie die Anzahl der vergebenen Lizenzen verringern? Sollen sie ihre Vertriebs-Strukturen für Konkurrenten öffnen? Nein, so läuft das nicht.

Die EU hat ein legitimes Interesse an der Schwächung des Einflusses von Microsoft. Jedes Unternehmen hat allgemein ein Interesse daran, denn ein starkes, mächtiges Microsoft kann Druck ausüben.

Die EU muss und kann den Marktanteil von Microsoft senken, wenn sie das will. Die EU kann:

  • …Microsoft-Lizenzen auslaufen lassen und durch andere (Open Source-) Produkte ersetzen. Beispiel: OpenOffice.org
  • …keine Windows-basierten Computer mehr kaufen, wo nicht unbedingt nötig.

Die EU ist auch eine der wenigen Organisationen, die OpenOffice.org einsetzen kann, ohne sich um die Kompatibilität der Dokumente zu scheren, denn fast niemand kann sich aussuchen, mit der EU nicht zusammen zu arbeiten.

Die EU kann Lieferanten unter Druck setzen, Nicht-Microsoft-Produkte zu liefern/produzieren. Die EU kann sogar versuchen, europäische Software-Konzerne zu unterstützen, wie zB Mandriva. Sie kann zu Red Hat und Novell sagen: Wir nehmen eure Software, aber dafür baut ihr auf (zB) 10 Jahre garantiert alle neuen Entwicklungs-Standorte in EU-Ländern auf.

Die EU könnte sogar versuchen, eine Art “europäisches Silicon Valley” aufzubauen.

Und, was ganz wesentlich ist: Die EU kann ihre Mitgliedsstaaten dazu zwingen, genau das gleiche zu tun. Sie kann Städte und Gemeinden dazu zwingen, einen “EU-Linux-Desktop” zu verwenden, der mit den notwendigen Programmen ausgestattet ist. Sie kann Standards durchsetzen, die schlussendlich eh jedem helfen.

 

Die EU kann das. Wenn sie will. Ich befürchte nur, dass das größte Interesse daran liegt, hohe Strafgelder zu kassieren, damit die eigenen Anteile am EU-Budget ein bisschen sinken.

Papst-Besuch, Teil 3

13. September 2007

Heute geht’s um die Fristenlösung - die ersten Beiträge zum Papstbesuch handelten von der mangelhaften Trennung zwischen Staat und Religion und der zu wenig kinderfreundlichen Gesellschaft.

In Europa ist zuerst der Begriff der Menschenrechte formuliert worden. Das grundlegende Menschenrecht, die Voraussetzung für alle anderen Rechte, ist das Recht auf das Leben selbst. Das gilt für das Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. Abtreibung kann demgemäß kein Menschenrecht sein - sie ist das Gegenteil davon. [usw]

Zur Geschichte: Die Fristenlösung wurde 1974 nach heftigen Diskussionen von der SPÖ beschlossen und trat 1975 in Kraft. Mittlerweile wird sie von keiner Partei mehr grundsätzlich angezweifelt, wenn auch durch vage Aussagen, die oft beinhalten, dass es halt “keine bessere Möglichkeit gäbe”. Die Abtreibung ist bis zum 3. Schwangerschafts-Monat erlaubt.

In Österreich gibt es keine Statistiken zu den Abtreibungszahlen, die Schätzungen reichen von 40.000 bis 80.000 Abtreibungen pro Jahr - ziemlich sicher je nach Einstellung der Auftraggeber der Studien zur Abtreibung selbst.

Weltweit sterben jedenfalls ca. 80.000 Frauen jährlich an illegalen Abtreibungen, die meist unter unhygienischen Umständen von unfähigen Ärzten (falls sie überhaupt Ärzte sind), durchgeführt werden. Tod durch Abtreibungen zählen in vielen Entwicklungsländern zu den Haupt-Todesursachen von Frauen im gebährfähigen Alter.

 

Die katholische Kirche hat eine eindeutig negative Einstellung dazu, nach dem Canonischen Recht ist Abtreibung Mord und zieht die Exkommunikation nach sich.

Der Islam ist sich nicht einig, je nach Interpretation darf dort bis zum 40. oder 120. Tag abgetrieben werden, wenn die Mutter durch die Schwangerschaft körperlichem oder seelischen Leiden unterliegt.

 

Die Fristenlösung ist sicher nicht optimal, und jede Abtreibung ist eine zu viel. Aber statt die Mütter, die ihre Kinder sicher nicht zum Spaß abtreiben, zu kriminalisieren, sollte man das Problem von einer anderen Seite angehen:

Was ist die Ursache für die hohe Zahl der Schwangerschaftsabbrüche? Wie kann man die Zahl senken, ohne Mütter zur Geburt eines Kindes zu zwingen, das sie nicht haben wollen oder können?

Ein Problem ist die mangelnde Akzeptanz von Verhütungsmittel. Kondome sind uncool, und die Pille nimmt man vielleicht gerade nicht, wenn es notwendig wäre. Einrichtungen wie die “Babyklappe”, wo Babies anonym bei Krankenhäusern abgegeben werden können, sind zu wenig bekannt.

Meiner Meinung nach wichtig wäre es also, in Schulen, und zwar schon in der Pflichtschul-Zeit die Jugendlichen über Einrichtungen wie die Babyklappe zu informieren, diese Einrichtungen flächendeckend in Österreich zu etablieren, und noch mehr über Verhütungsmittel und Geschlechtskrankheiten zu informieren. Das findet einfach noch viel zu wenig statt.

So könnten Schwangerschaftsabbrüche im Vorfeld verringert werden, in dem die Zahl der Schwangerschaften grundsätzlich gesenkt wird, aber auch, in dem mehr Kinder über die Babyklappe von Müttern, die sich eine Geburt nicht zutrauen, in die Hände der Krankenhäuser übergeben werden könnten.

Papst-Besuch, Teil 2

12. September 2007

Wie schon angekündigt, folgt hier ein zweiter Post zum Papst-Besuch, nachdem ich im ersten Post über die Trennung zwischen Staat und Religion gesprochen habe.

Kinderfreundliche oder -feindliche Gesellschaft?

Der Papst hat gefordert, dass alles getan werden müsse, um die europäische Gesellschaft wieder kinderfreundlicher zu machen.

Wieder kinderfreundlicher?

Was konkret ist an der europäischen Gesellschaft kinderfeindlich? Ja, die europäische Gesellschaft “produziert” zu wenig Nachwuchs. Wir schaffen nicht einmal die Reproduktion, das Ideal von “einem Kind” wird nicht mit seinen ganzen Problemen gesehen.

Die Kirche ist an diesen Problemen nicht primär schuld. Sie ist aber mit schuld daran, dass diese Probleme nicht in den Griff bekommen werden. Konservatives und kurzsichtiges (Wobei sich die Begriffe nicht stark von einander unterscheiden.) Denken führt dazu, dass die wahren Probleme nicht erkannt werden.

Was überlegen sich immer mehr Frauen, wenn sie Kinder haben wollen?

  • Wie soll das gehen, ich will/muss berufstätig sein!
  • In Karenz zu gehen, macht mir den Wiedereinstieg ins Berufsleben schwer und zerstört viele Aufstiegsmöglichkeiten!
  • Ich finde keinen Kinderbetreuungsplatz bzw. weiß, dass es schwer ist, einen Platz zu finden!

Niemand kann und darf Frauen einreden, sie sollten doch auf den Beruf verzichten und sich um die Familie zu kümmern. Genau das fordert aber der Papst und die katholische Kirche mit einer Rückkehr zu “traditionellen Familienwerten”.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Kinder ist der Schlüssel zu mehr Nachwuchs. Frankreich hat das verstanden, und es brauchte dazu keine Frau an der Macht. Flächendeckende Kinderbetreuungsmöglichkeiten (Kindergärten und Kindergrippen), Zuverdienstgrenzen, die sich am bisherigen Einkommen orientieren, die Möglichkeit, bereits kurz nach der Geburt wenigstens Halbtags wieder in der alten Firma zu arbeiten, während der Staat trotzdem Kindergeld ausbezahlt.

Aber auch: Eine Möglichkeit für die Väter, ebenfalls auf Halbzeit zu reduzieren, bei teilweisem Lohnausgleich durch den Staat. Auch die Väter müssen eine realistische Chance haben, trotz Kinderbetreuung im Berufsleben aktiv bleiben zu können.

Eine Rückkehr zu “traditionellen Werten”, also eine Rückkehr zur Frau an den Herd, wird nicht funktionieren. Wieso sollten Frauen das wollen? Und wieso fordern das fast nur die Männer?

11. September 2001

11. September 2007

Am 11. September 2001 bin ich vor dem Fernseher gesessen, hab ORF 1 gekuckt, unter dem Bildschirm wurde eingeblendet, dass ein Terroranschlag die USA erschüttert hätte und auf ORF 2 eine Sondersendung laufe. Ein bisschen abgebrüht von Terroranschlägen gegen israelische Bürger und in Erwartung einer kleinen Autobombe dachte ich: “So what?”.

Als ich dann doch umschaltete, um kurz zu sehen, was los sei, verschlug es mir die Sprache. Ich habe zu einer Zeit eingeschaltet, wo der ORF-Korrespondent in der Nähe des Pentagons noch von einem Lastwagen voll Sprengstoff sprach, nicht von einem Flugzeugabsturz, und die geschätzten Opferzahlen noch in die Zehntausende gingen.

Ich nahm daraufhin meine Website einen Tag offline. Das wahre Ausmaß der Katastrophe hab ich erst nach und nach verkraften können. Hier sind nicht nur tausende Menschen gestorben, hiervon waren nicht nur die Amerikaner betroffen. Mit dem World Trade Center wurde ein Symbol der freien, westlichen Welt getroffen.

 

Ich war glücklich über den Afghanistan-Krieg, ich finde es gut, dass Deutschland stark involviert ist und finde es schade, dass Österreich kein Berufsheer hat, das sich entsprechend engagieren könnte.

Ich glaube nach wie vor, dass die Al Kaida absichtlich einen Tag und eine Zeit für die Angriffe genommen hat, an dem die Twin Towers nicht vollbesetzt waren (Denn dann hätten zehntausend Menschen oder mehr sterben können.), und ich glaube die Flugzeug-Geschichte beim Pentagon nicht. Niemand hat hier anfangs von einem Flugzeug gesprochen. Und: Absturz hin oder her - man sieht bei keinem Absturzfoto eine Passagiermaschine.

Hier wurde gewaltig vertuscht, vermutlich wurde die Maschine abgeschossen, was man aber logischer Weise nicht zugeben wollte.

 

Was habt ihr am 11. September 2001 gemacht? Geht euch der Tag nahe? Geht euch die Katastrophe nahe?

BarCamp Vienna

10. September 2007

Am 29. / 30. September findet in Wien das dritte BarCamp statt.

Was ein BarCamp ist? Wikipedia hat die Antwort!

Ich war schon letztes Mal dabei, und werd diesmal natürlich auch wieder dort sein!

Papst-Besuch, Teil 1

10. September 2007

Der Papst hat Österreich besucht, und ich möchte ihn mit Aufmerksamkeit durch meinen Blog beehren, um das Klima der Kritiklosigkeit ein bisschen zu brechen. Ganz wichtig ist: Bitte schreibt mir eure Kommentare - ob Zustimmung, Ablehnung oder Ergänzung zu meiner Meinung! (Man braucht sich nicht anmelden, um zu kommentieren!)

Ich habe schon zwei weitere Themen geplant - mal sehen. ;)

Das erste Thema nimmt mir Helge Fahrnberger schon ein bisschen vorweg.

Steuerfinanzierter Religions-Großevent

Ist Österreich ein sekulärer, also religions-unabhängiger Staat? Ich habe in der Bundesverfassung keinen Hinweis darauf gefunden, aber auch nicht besonders genau geschaut. Einiges spricht jedenfalls dagegen, hier fließen meine Schul-Erfahrungen maßgeblich mit ein:

  • Das Kreuz als Zeichen des Leidens von Jesus in jedem Klassenzimmer in Österreichs Schulen. (Aber kein Halbmond in Klassen mit Moslems, keine Buddha-Statue für Buddhisten, usw. Von Atheisten, die nicht organisiert sind und auch keine Zeichen haben, ganz zu schweigen.)
  • Schulgottesdienste. In der HAK Freistadt waren das zum Glück nur “Besinnungsfeiern” im Festsaal, ohne religiösem Anstrich. Das ist aber nicht immer so. Wir hatten das auchschon anders. Und: Wo bleibt der Schulgottesdienst für Feiertage anderer Religionen?
  • Religiöse Feiertage. So sehr ich Feiertage mag, es ist ein schlechtes Zeichen, dass alle religiösen Feiertage christlich orientiert sind. Auch, wenn der Islam teilweise überschneidende Festtage hat, sind manche doch unterschiedlich.

Darüber hat vermutlich noch nie jemand diskutiert. In einem säkularen Staat, wie der Türkei, sind religiöse Zeichen in öffentlichen Gebäuden verboten. Bei uns werden sie nicht nur geduldet, sondern auch staatlich finanziert. Aber wehe, es handelt sich nicht um ein Kreuz, sondern ein Kopftuch.

Jetzt, da der Papst in Österreich war, wird uns das wieder deutlich gemacht.

Der Papst kommt in einem religiösen Mega-Volksfest nach Österreich, und lässt sich das von den Steuern bezahlen. Obwohl ich weder mit der Meinung des Papstes übereinstimme noch ein Interesse daran habe, den Papst zu sehen, finde ich das grundsätzlich akzeptabel.

Nicht jede Ausgabe der Repuplik Österreich muss von mir authorisiert werden, es gibt genügend Dinge, die ich nicht vernünftig finde.

Nur: Wenn sich der Papst über Steuergelder freuen darf - dürfen das dann auch Buddhistische, Muslimische oder Hinduistische Würdenträger? Der Dalai Lama darf das vermutlich tatsächlich, da der Buddhismus als vermutlich einzige “glaubwürdige” Religion eine “Feel Good”-Aura hat, der man nichts entgegenzusetzen hat. Aber Moslems? Dürften hohe Imame auf Steuerkosten durch das Land gekarrt werden?

 

Worum es mir geht? In Österreich herrscht eine Doppelmoral. Nur, weil 75% der österreichischen Bevölkerung deklariert römisch-katholisch ist, scheint der Staat auf diese 75% ausgerichtet sein.
Ein Interesse, das zu ändern, gibt es in der Öffentlichkeit kaum.

Europa’s Gemeinsamkeit ist zwar teilweise das Christentum, aber primär dadurch, dass sie die Grauen des Mittelalters erst ermöglicht hat und damit für viele Kriege und Verbrechen mit verantwortlich ist.

“Europa” darf nicht für eine religionisierung der Politik herhalten müssen!

Ich muss zugeben: Ich weiß nicht, wer Schuld daran ist. Aber irgend etwas an Eclipse ist absoluter instabiler Müll. Ich arbeite nur heute seit vier Stunden mit Eclipse und hatte bisher sieben Abstürze. Ärgerlich!

Wenn sich Eclipse wieder öffnet, ist es so intelligent, mit dem Cursor genau dorthin zu springen, wo ich vorher war. Aber plötzlich klappen die ganzen Funktionen ein. (Man kann das händisch machen, wenn man auf ein kleines Plus am Anfang jeder Funktion klickt.) Bumm zack, jetzt kann ich mir aus Daten mit teilweise fast 2000 Zeilen Quellcode die richtige Zeile heraussuchen. Sehr ärgerlich.

So weit, so gut. Aber dann muss ich die Projekt-weite Suchfunktion verwenden, finde ein Resultat, und die Funktionen klappen ebenfalls zu! Sehr ärgerlich. Ich öffne die Funktion wieder, fange zu tippen an, und … plötzlich klappen sie wieder zu! Bei der Suchfunktion ist das manchmal drei, viermal hintereinander. Pro Resultat!

Wenigstens brauche ich die Suchfunktion nicht. Was ich aber oft brauche, ist auf “Rückgängig” zu klicken. Wenn ich aber mit STRG + Z einen Schritt zurück gehen will, springt mein Cursor auf einmal ganz wo anders hin - manchmal um zwei-, dreihundert Zeilen nach oben. Sorry, ohne STRG + Z komme ich nicht aus! SEHR ärgerlich.

Lustig wird’s aber erst, wenn ich etwas noch alltäglicheres mache, als auf “Rückgängig” zu klicken: Texteinrückungen! Wenn ich eine Variable zuweise, und dafür mehrere Zeilen brauche, einen Strichpunkt mache, und am Schluss eine neue Zeile beginne möchte, rückt mir die neue Zeile ein, und zwar dort hin, wo die mehrzeilige Variablendeklaration (oder anderes) zuletzt eingerückt ist! WIESO?!? Ich hab einen Strichpunkt gemacht, Eclipse validiert andauernd meinen Code - da wird es doch wohl in der Lage sein, das zu schaffen, oder? SEHR ÄRGERLICH!

Etwas nicht ganz so ärgerliches, aber einfach nur dämliches, ist die Rechtschreibprüfung, die Eclipse seit Version 3.3 integriert oder aktiviert ist. (In Version 3.2 hab ich das Feature jedenfalls nicht bemerkt.) Sie überprüft meine Variablennamen und -werte! Wozu? Jetzt hab ich überall dämliche gelbe Wellen, die überhaupt keinen Sinn ergeben, weil ich bei Variablennamen selbstverständlich NICHT auf die Rechtschreibung achte, oft Abkürzungen verwende, etc.

 

Ich hab schon öfters Vergleiche von Eclipse mit Visual Studio gehört. Eclipse hat anscheinend bestimmte, sehr tolle Features, die seinen Entwickler/innen entgegen kommen, und Visual Studio weit voraus sind oder waren. Kann alles stimmen.

Ich wünsche mir von Eclipse primär eines: Nimm mir nicht wertvolle Zeit dadurch weg, dass der Editor so schlecht ist! Auch eine Entwickler-Umgebung hat ein Recht auf Usability!