Ein burmesischer Mönch hofft, dass die USA das Regime stürzen und dem Land eine Chancen auf Frieden und Demokratie gibt. Dank der Verpflichtungen der USA im Irak und in Afghanistan wird es nicht so weit kommen. Die EU wäre auch noch da - ihre Battle Groups sind ja irgendwie für solche Zwecke gedacht. Die EU ist aber zu zahnlos, langsam und unflexibel.
Das bringt eine dritte Chance ins Spiel: Söldnerarmeen oder “Private Military Companies”. Die haben viel Schaden angerichtet, besonders sichtbar im Irak, wo sie eine unkontrollierbare Schatten-Armee bilden, deren Verbrechen an der Zivilbevölkerung noch weniger Chance auf Aufklärung haben, als die der regulären Armeen.
Doch es gibt ein Beispiel des erfolgreichen Einsatzes einer solchen Armee: Der Bürgerkrieg in Sierra Leone, bzw. dessen Beendigung. Binnen weniger Wochen konnten Söldner der Firma Sandline International die Rebellen vertreiben. Auch, wenn die heutige Demokratie noch nicht völlig stabil ist, so ist sie doch ein riesiger Fortschritt im Vergleich zum Bürgerkrieg.
Lange Rede, kurzer Sinn: Söldnerfirmen könnten in diesen Konflikt eingreifen, die Diktatoren vertreiben, die Generäle festnehmen, der demokratisch gewählten Aung San Suu Kyi die Regierungsmacht übergeben, und wieder abziehen. Die Übergangsregierung sollte in einem Jahr Neuwahlen organisieren.
Wichtig ist dieser Teil: Wieder abziehen. Sofort. So schnell wie möglich.
Realistisch ist, dass niemand in Burma einmarschieren wird, so lange der Diktator General Than Shwe nicht gegen die Demonstranten vorgeht. Das ist insofern wieder brutal, als erst Menschen sterben müssen, bevor etwas passiert.
Die Söldnerfirmen hätten die Chance, für positive Publicity zu sorgen und damit auch ein sehr, sehr großes Interesse daran, eine solche Aktion ohne Zwischenfälle ablaufen zu lassen.
Möglich wäre es, realistisch nicht. Und ich weiß nicht, ob ich darüber froh sein soll.