Google gegen gekaufte Links

Der Aufschrei war groß, als Google plötzlich, aber nicht unangekündigt startete, gegen gekaufte Links vorzugehen, und den PageRank der Websites deutlich zu verschiechtern, die gekaufte Links anzeigen.

Gekaufte Links sind vor allem etwas, das in der Blogosphere oft vor kommt, entsprechend waren die Reaktionen, was überhaupt nicht verwundert. Den Menschen wird eine Einnahmequelle genommen - da spielen rationale Argumente keine Rolle mehr.

In Wirklichkeit hat Google nämlich weder etwas unerwartetes getan - Google ist schon immer gegen Link SPAM vorgegangen, und Matt Cutts, Chef der Web-SPAM-Abteilung von Google, hat schon vor einigen Monaten ein verstärktes Vorgehen angekündigt - noch etwas falsches. Bekaufte Links unterminieren die Idee des PageRanks, der eigentlich eine faire Bewertung von Websites darstellen sollte, der davon ausging, dass Websites mit hoher Kredibilität (bzw. eben einem hohen PageRank) nur auf andere Websites mit hoher Kredibilität verlinken.

Wenn diese Links gekauft werden, findet die Verlinkung aber nicht mehr freiwillig und um der Qualität der Website statt, sondern allein um des Geldes Willen statt. Selbst, wenn die bekannteren Blogger nur qualitativ hochwertige Websites verlinken werden, tun sie es des Geldes wegen. Wenn die Websites, die ihr für Geld verlinkt so toll sind, warum verlinkt ihr sie nicht einfach so, gratis?

Und bekomme ich, wenn ich eine gute Website erstelle, gratis einen Link? Nein? Aber meine Website ist ja gut! Ach, ich bezahle nicht?

Was mich in der ganzen Aufregung ein bisschen verwundert ist, dass auch bekanntere und eigentlich gute Blogger wie Robert Basic Gift und Galle speien. DAS ist das wirklich eigenartige an der ganzen Situation.

Gekaufte Links, die nicht das “nofollow”-Attribut verwenden (diese Links werden von Suchmaschinen dann nicht gewertet), sind Link-SPAM. Und der soll ohne große Diskussion in den Suchergebnissen bestraft werden.

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